How to Affiliate Marketing

Online-Marketing ist Ihr unternehmenseigenes Orchester. Es besteht aus verschiedenen Einzelteilen, welche zusammen ein rundes Bild Ihrer Unternehmensidentität entstehen lassen. Sie optimieren zunächst jedes für sich, um am Ende ein harmonisches Gesamtergebnis zu erlangen. Als Vermittlungsinstanz Ihres Orchesters übernimmt das Affiliate Marketing dafür eine wichtige Rolle. Machen Sie Ihre ehemaligen Gegenspieler zu Partnern und erzielen Sie gemeinsam Erfolge.

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Affiliate Marketing ist einfach gesagt die Vermittlung zwischen zwei Partnern. Dabei fungiert es als eine Art Provisionsgeschäft, mit denen Publisher mit ihrem eigenen Content auf Partnerseiten verlinkt werden. Dies kann dann beispielsweise so ablaufen: Als Betreiber eines Food-Blogs bieten Sie freie Werbefläche an. Ein Betreiber eines Online-Shops für Superfood-Riegel wird auf Sie aufmerksam und möchte durch eine Partnerschaft mehr Website Traffic in seinem Online-Shop generieren. Sie willigen ein und setzen auf der Landingpage Ihres neusten Blogeintrages über Quinoa, Avocado und Co den Link zum Onlineshop. Im Fachjargon fungieren Sie somit als Advertiser und Ihr Partner als Affiliate. Die Superfood-begeisterte Lisa, die im Rahmen des Blogs auf den Link stößt wird, als Consumer bezeichnet und bekommt vom Prozess hinter dem Affiliate Marketing gar nichts mit. Das Network ist dabei der Vermittler zwischen Ihnen und Ihrem Advertiser und wird mit einer Netzwerkgebühr von 30% auf die Affiliate Provision beteiligt.

Affiliate Marketing -  Ein Handschlag zwischen zwei Partnern zwei

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Wir erklären Ihnen, wie Sie sich die Vorteile des Affiliate Marketings aus Sicht der verschiedenen Positionen zu Eigen machen können.

Affiliate Marketing als Advertiser

Als Advertiser/Merchant sind Sie Betreiber Ihres Partnerprogramms. Ihr Ziel ist es, Ihren Basiskundenstamm zu reaktivieren und Neukunden zu generieren. Im Allgemeinen sind Sie als Merchants im Vergleich zu den Affiliates in der Überzahl. Sie alle versuchen, Ihre Conversations möglichst günstig zu verprovisionieren und Ihren Umsatz zu maximieren. Um sich gegenüber Ihren Konkurrenten zu profilieren und die Aufmerksamkeit der Top-Affiliates zu sichern, haben wir folgende Tipps für Sie:

  • Schütten Sie höhere Provisionen aus
  • Optimieren Sie Ihr Produktangebot
  • Nutzen Sie bessere Werbemittel
  • Verbessern Sie die Kommunikation mit Ihren Affiliates
  • Bieten Sie Zugang zu exklusiven Inhalten/Produkten

Zusammenfassend: Je attraktiver Sie Ihre Affiliate Marketing Strategie gestalten, umso mehr Partnerschaften werden Sie abschließen.

Affiliate Marketing als Affiliate

Wechseln wir nun einmal die Position um 180 Grad: Als Affiliate haben Sie wahrscheinlich eine Website mit guter Reichweite. Diese monetarisieren Sie, indem Sie Werbung auf Ihrer Plattform schalten – Dafür streben Sie einen maximalen ROI an. Da Sie aufgrund des Nachfrageüberhangs die Qual der Wahl bezüglich Ihrer Merchants haben, können wir Ihnen empfehlen, diese nach folgenden Kriterien auszuwählen:

  • Höhe der Provision – Ist sie angemessen?
  • Bewertung der Werbemittel – Werden sie von der Zielgruppe gut angenommen?
  • Kommunikation mit dem Merchant – Ist der Austausch unkompliziert?
  • Zielsetzung – Verfolgen Sie die gleichen Ziele?

Halten Sie sich an folgenden Grundsatz: Nutzen Sie den Merchant, mit dem sich nachhaltig und langfristig Geld verdienen lässt.

Netzwerk und Management

Die Schnittstelle zwischen Merchant und Affiliate ist das Netzwerk. Es ist dabei kein notwendiges Übel, sondern durchaus sinnvoll. Denn das jeweilige Netzwerk stellt Mitarbeiter bereit, um Betrug vorzubeugen. Außerdem haben diese Netzwerke eine riesige Reichweite, sodass Sie als Merchants mit Ihrem Affiliate Programm schnell die ersten Affiliates anbinden, ohne selbst Outreach machen zu müssen.

Affiliate Marketing läuft nicht von alleine sondern bedarf ständiger Pflege. Ein Affiliate Marketing Management ist dahingehend sinnvoll, die Beziehungen zu Ihrem Gegenüber zu pflegen und strategische Entscheidungen zu treffen.

  • Strategisches Affiliate-Marketing – Welche Ziele verfolgen Sie? Welche Maßnahmen können Sie dafür einsetzen? Springen Sie nicht auf kurzfristige Taktiken auf. Denken Sie nachhaltig und langfristig, indem Sie beispielsweise bestimmte Affiliate Marketing Typen direkt ausschließen.
  • Operatives Affiliate Marketing – Darunter versteht man das Tagesgeschäft, wie beispielsweise das Bearbeiten neuer Affiliate-Bewerbungen, das Erstellen neuer Affiliate-Kampagnen oder das Planen von Kampagnen.
  • Taktisches Affiliate Marketing – Darunter fällt die strategische Ausrichtung des Affiliate Marketing. Dazu gehört sowohl die Anpassung der Provision, als auch die Analyse der Wettbewerbssituation mit entsprechenden Optimierungsmöglichkeiten.

Konnten wir Sie motivieren, mit Affiliate Marketing die Potenziale Ihres Unternehmens auszuschöpfen und damit einen wichtigen Beitrag zu Ihrer gesamten Corporate Identity zu liefern? Dann lesen Sie weiter, um zu erfahren, welche Entscheidungen Sie bei der Ausrichtung Ihrer Affiliate Marketing Strategie treffen müssen.

Ihr Affiliate Marketing Baukasten

Entscheidung 1: Ihr Affiliate Marketing Modell

Denken Sie schon über Provisionen und Positionen der Werbefläche nach? Stop, Sie sind schon einen Schritt zu weit. Sie brauchen einen groben Rahmen – Wählen Sie Ihr Affiliate Marketing Modell aus, das all Ihren Marketing Aktivitäten zugrunde liegen wird. Folgende mögliche Modelle könnten interessant für Sie sein:

  • Coupon/ Gutschein Affiliates – Wenn Sie sich entscheiden, Ihre Kunden spät in der Costumer Journey abzugreifen, können Sie mit diesem Affiliate Maketing Modell arbeiten, welches mit einer geringen Provision einher geht.
  • Loyality & Cashback Affiliates – Cashbacker sind zwar recht uninteressant was die Generierung von Kunden angeht, sie können jedoch durch ihre hohe Reichweite auf neue Kunden aufmerksam machen.
  • Content Affiliates – Content Affiliates sind die relevanteste Form von Affiliates. Optimal eignen sich Content Vermarkter und Verlage mit starker Reichweite.
  • E-Mail Affiliates – Steigern Sie Ihren Website Traffic, indem Sie Teil eines großen Adress-Verteilers werden. Aber Achtung: Prüfen Sie in der Affiliate Aquise genau, wie die Affiliates e-Mail Adressen erschließen.
  • Influencer Affiliates – Binden Sie Instagram und Co in Ihr Affiliate Marketing ein, indem Sie sich auf Partner fokussieren, die eine ähnliche Zielgruppe haben. Dabei gilt: Je mehr Content, desto besser. Mit Bloggern sind Sie entsprechend besser bedient, als mit TikTokern.
Affiliate Marketing - 2 Partner schließen einen Vertrag

Entscheidung 2: Provision und Tracking

Provision ist nicht gleich Provision. Grundsätzlich wird immer, wenn der gesetzte Link zum Erfolg führt, eine Provision gezahlt. Dabei unterscheidet man zwischen Cost-per-Click, Cost-per-Lead und Cost-per-Order. Das Tracking dieser Kennzahlen erfolgt mit Cookies, welche gesetzt werden, indem der Nutzer auf das Werbemittel klickt. Als Merchant haben Sie also den Vorteil, nur bei messbarem Erfolg Provision zahlen zu müssen. Als Affiliate haben Sie das Geschäftsrisiko und sollten Ihren Partnern daher faire Abrechnungsmodelle anbieten.

Es hat sich als wirksam erwiesen, bei der Analyse der Kennzahlen die Costumer Journey zu fokussieren. Decken Sie Touchpoints auf, indem Sie die Reise eines Kunden von Anfang bis Ende zu dokumentieren, zu analysieren und als Basis für weitere Entscheidungen zu nutzen.

Entscheidung 3: Werbemittel

Entscheiden Sie auf Basis Ihrer Zielgruppenauswahl, welche Werbemittel Sie nutzen möchten. Man unterscheidet zunächst zwischen verschiedenen Banner-Formaten, (dynamisch oder statisch), Textlinks, Produktdatenfeeds und Videoanzeigen. Die Auswahl Ihrer Werbemittel ist ein entscheidender Faktor für Ihre Klickrate. Werbemittel mit hoher Interaktionsrate sind bei Affiliates sehr beliebt und werden gerne auch in die eigenen Portale eingebunden.

Wir empfehlen Ihnen anstatt eines statischen Bannertyp einen dynamischen HTML5 Banner. Dieser wird Ihre Interaktionsrate deutlich verbessern. Dafür eignen sich insbesondere diese Typen:

  • Pop-Up: Sie können Pop Ups wie Banner auf Ihrer Seite platzieren. Diese dienen dann als Werbefläche, indem sie in einem eigenen Fenster aufspringen und dann auf der Seite des Users bleiben. Der User muss den Banner explizit weg klicken, damit er verschwindet.
  • Pop-Under: Wird eine Werbefläche im Hintergrund geöffnet, spricht man von einem Pop-Under. Der Nutzer sieht den Pop-Under also erst beim Schließen des darunterliegenden Fensters.
  • Layer Ads: Als Layer bezeichnet man eine Werbeeinblendung, die sich über den Inhalt der Website legt und Teile des Contents verdeckt. Anders als bei einem Pop-Up sind sie mehr ein Bestandteil der jeweiligen Plattform.
  • Textlinks: Textlinks sind Links, die zwei Dateien oder Websites miteinander verknüpfen.Dabei ist es egal, ob dieser aus einem Wort oder einer Textpassage besteht, welche dann zur Landingpage führt.
  • Videowerbung: Im Rahmen von Videowerbung differenziert man zwischen verschiedenen Arten: Unter PreRoll Video Ads versteht man Videowerbung, die vor dem eigentlichen Video angezeigt wird und somit vom Nutzer angeschaut werden muss.Wird mitten im Video eine Unterbrechung durch einen Werbespot erzeugt,spricht man Von MidRoll Video Ads. Entsprechend handelt es sich bei PostRoll Video Ads um Vormate, die am Ende des Contents auftauchen. Viodeowerbung eignet sich vor allem, um emotionale Inhalte zu vermitteln.

Fraud Protection – Seien Sie wachsam!

Vor allem Affiliates nutzen Affiliate Marketing gerne aus, um die Potenziale über Gesetzesgrenzen hinaus auszuschöpfen. Seien Sie Special Agent Ihres Marketings und identifizieren Sie Betrüger schnell, um Ihre Autorität nicht zu gefährden.

  • Brand Highjacking: Insbesondere SEM Affiliates buchen sich auf Ihren Markennamen ein, um Brand Traffic zu monetarisieren.
  • Fake Transition: Teilweise platzieren Affiliates Ihre Bestellungen so, dass es keinen Sinn ergibt. Mithilfe eines organisierten Storno-Managements können Sie das Verhalten der Affiliates als Fake-Transision identifizieren und die Ausschüttung der Provision zu unterbinden.
  • Cookie-Stuffing: Beim Cookie-Stuffing werden dem User Cookies gesetzt ohne dem jemals zugestimmt zu haben. Dadurch wird der Cookie nicht erst beim Klick auf dem Affiliate Link eingesetzt, sondern schon beim bloßen Besuch der Website.

Affiliate Marketing – Lohnt sich das?

Passt Affiliate Marketing überhaupt in Ihre restliche Marketing-Strategie? Selbstverständlich. Denn ob SEO über Google und Co, Content Marketing oder Social Media – Ihr übergeordnetes Ziel ist es, Reichweite, Conversations und letztendlich Umsätze zu maximieren. Dafür bedarf es vor allem an Vernetzung. Sehen Sie das Affiliate Marketing als Organisator Ihres Marketing-Orchesters und schaffen Sie die Möglichkeit, über die verschiedenen Marketinginstrumente hinweg ein Gesamtbild zu kreieren, das Ihre Kunden erreicht.

Fühlen Sie sich alleine gelassen in Mitten des Online Marketing Dschungels? Wir von hlprr.digital stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Melden Sie sich bei uns und lassen Sie uns zu Ihrer helfenden Hand werden.

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